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MinisterInnen im Laizismus-Check. Teil 1: Jens Spahn

Nach dem WM-Ländercheck im letzten Jahr nehmen wir uns jetzt deutsche MinisterInnen vor.

Teil 1: Jens Spahn.
Schwieriger Fall. Mal möcht man jubeln, wenn er christliche Fundis vor den Kopf stößt, mal bedient er diese reaktionäre Klientel bestens.

Beim Thema Schwnagerschaftabbruch kämpft er kräftig mit, Deutschland noch weiter zum Mittelalter zurückzubringen, statt wie z.B. in Irland das Recht zu liberalisieren. Noch immer dürfen ÄrztInnen nicht frei über die von ihnen angebotene Dienstleistung informieren. 5 Mio. € werden rausgepulvert, um die Propaganda vom Schwangerschaftsabbruch als Trauma für die Frau zu „belegen“ – mal drüber nachgedacht, dass nur solche Aktionen und das ständige Einreden Frauen überhaupt ein schlechtes Gewissen bereiten?

Dann andererseits setzt er sich zur Zeit für Impfpflichten ein und legt sich so mit den Waldorf-Religiösen und ähnlich Verstrahlten an – überfällig. Nicht-Impfen-Lassen ist gefährliche Körperverletzung. Der „Glauben“ der Eltern über Gott, Medizin oder sonstwas darf nie über das Kindeswohl gehen.

Und nicht zuletzt finden wir seinen Einsatz für die sogenannte „Widerspruchslösung“ bei der Organspende toll – nur mit religiöser Verblendung kann mensch ja wohl ernsthaft dagegen sei. Einen Verbesserungsvorschlag hätten wir noch: wer widerspricht, sollte auf keinen Fall selber jemals ein gespendetes Organ bekommen.

Tanzverbote weglachen

Dass es immer noch „Tanzverbote“ an christlichen Feiertagen gibt, kann mensch kaum glauben.
Bekäme im Sinne einer Gleichberechtigung jedeR religiöse Spinner das Recht, anderen an einem Tag den Spaß zu verbieten, dann könnten wir uns gleich in den Sarg legen und hoffen, dass es doch eine Hölle gibt – sicher sexier als Glaubensdiktaturen.

Gut, dass Berlin mal wieder etwas zivilisierter ist als der Rest Deutschlands. viel Spaß mit Das Leben des Brian im Kino oder beim Tanzen.

Notre-Dame muss Museum werden

Verwundert reiben wir uns die Augen – der französische Staat ist Eigentümer einer Kirche? Mit bis vor kurzem laufendem Aberglaubensbetrieb?

Wenn jetzt irre Summen in den Wideraufbau fließen, ist das eine gute Gelegenheit die Laizität weiterzubringen: Macht aus dem wiederaufgebauten Gebäude ein Museum! Keine Messen oder andere Esoterik in staatsfinanzierten Gebäuden.

Verbeamtung? Ne, danke!

Glaubensbekenntnis zum deutschen Staat ablegen, um genauso wie Mitglieder von Naziparteien „verbeamtet“ zu werden? Ne, Danke!
Was soll der Unsinn der neuen Diskussionen über Verbeamtung von LehrerInnen? Wir wollen vernünftigen Lohn, ordentliche Arbeitsbedingungen, nicht immer mehr Mehrarbeit, wir wollen vielleicht eine Berufsunfähigkeitsversicherung, um bei chronischer Krankheit mit BeamtInnen gleichgestellt zu sein. Wir wollen auf unser Menschenrecht auf Streik nicht verzichten. Und wir wollen religiöse Neutralität, die der Staat auch von angestellten LehrerInnen verlangen darf, kann und muss.

8.Mai muss Feiertag werden

Endlich ein neuer Feiertag in Berlin, und endlich kein religiöser!
In mehreren Bundesländern wurde ein neuer Feiertag zu Ehren des antisemitischen frauenhassenden Pfaffen Luther eingeführt. Dagegen ist die Berliner Wahl des heutigen Frauentags als neuer Feiertag absolut richtig.

Noch besser hätten wir es aber gefunden, am 8. Mai die Befreier Europas vom deutschen Nationalsozialismus, zu ehren. Oder am 9.Mai, schließlich war es vor allem die Rote Armee, die der schlimmsten Barbarei der Menschheitsgeschichte ein Ende machte. Damit könnte den neuen alten Nazis, die Shoah und Vernichtungskrieg als „Vogelschiss“ verharmlosen, ein klares demokratisches победа! Fuckyou! ViveLaCivilisation! entgegengesetzt werden.

Aber das kann ja noch kommen, Berlin hat immer noch weniger Feierrtage als andere Bundesländer.

immer neue Enthüllungen über Kinderfickervereinigung

Wann wird endlich ernsthaft gegen die riesige internationale Vereinigung von Kinderfickern vorgegangen, die von Italien aus ihr jahrtausendealtes Unwesen treibt?
Wann ermitteln Staatsanwaltschaften endlich gegen den mächtigen Paten, der angeblich guten Willens ist, in seinem Laden aufzuräumen, und doch nur immer wieder das Gesetz der Omertà gelten lässt?

Wer immer noch Mitglied in der katholischen Kirche ist, kann seine Hände nicht in Unschuld waschen.

14. Todestag von Hatun Sürücü

Laut Terre des Femmes gab es seit Anfang 2018 in Deutschland 8 „Ehren-“Morde.
Heute um 14 Uhr wird Hatun Sürücüs gedacht, die vor 14 Jahren von Familienangehörigen ermordet wurde, weil sie selbstbestimmt leben wollte.
Wo von „Ehre“ die Rede ist, fehlt selten eine ultrareaktionäre Religionsauslegung als zweiter Hebel, um Frauen und auch Männer an einem selbstbestimmten Leben zu hindern.

Nein zum „Hijab-Tag“. Zentralrat der Exmuslime ruft zum Widerstand gegen frauenverachtende Symbole auf

Hijab und vergleichsweise harmloseres Kopftuch sind seit dem Siegeszug des politischen Islams, der vor genau 40 Jahren mit einer traurigen „Revolution“ im Iran begann, Zeichen des Kampfes gegen Emanzipation, Freiheit, und Menschenrechte.

Wir teilen die Ansicht der ExmuslimInnen, dass es beschämend ist, wenn vermeintlich Linke sich an die Seite der Reaktionäre stellen, anstatt die mutigen Frauen zu unterstützen, die im Iran dagegen kämpfen.

Wer den Nazis ein Topthema liefern will, kann ruhig versuchen, ein Tempolimit auf Autobahnen einzuführen

Tempolimit auf Autobahnen? Das gibt in Deutschland Bürgerkrieg.
Bei der Autobahn-Religion kennt der Deutsche bekanntlich keinen Spaß.

Linkssein hieß mal selbstverständlich Anti-Religiös-Sein. 100 Jahre nach der Ermordung Rosa Luxemburgs.

Luxemburgs Satz von der Freiheit des Andersdenkenden wurde ja schon immer missbraucht, um allen möglichen Irrsin zu rechtfertigen, den Luxemburg ihr Leben lang bekämpft und verachtet hat. Ob Nationalismus, Kapitalismus, warum also nicht auch z.B. mal Steinigungen als Freiheit des Anders-Strafenden feiern?

Dabei war vor hundert Jahren nicht nur Rosa Luxemburg noch klar, dass Linke selbstverständlich immer Religionen bekämpfen müssen, nicht aber die einzelnen Gläubigen.
Sie würde heute sicherlich auch als islamfeindlich denunziert, so wie sie ganz selbstverständlich christentumsfeindlich war. Nicht zu verwechseln mit muslimfeindlich, sprich rassistisch, oder christenfeindlich.

https://www.marxists.org/archive/luxemburg/1903/01/01.htm – im Archiv gibt’s noch viel mehr religionsfeindliche Texte Luxemburgs.

»Religiöser Absolutismus ist nicht akzeptabel« – Interview mit Walter Otte, Sprecher der Initiative »Pro Berliner Neutralitätsgesetz«

Zum Mythos der Verfassungswidrigkeit des Berliner Gesetzes, dem Kuscheln vermeintlicher Linke mit Islamisten (Inssan und Co.) und der Erfindung neuer Diskriminierungsformen. Tolles Interview.

Wir wollen auch nochmal diese Flugschrift loben: „Lachen gehört zu einer freien Gesellschaft – Warum Islamismus Freiheit tötet und Flucht kein Verbrechen ist“

Unser nächster Laizistischer Treff ist am 1.2. – wie immer per Mail melden, um Ort und genaue Uhrzeit zu erfahren oder selber vorschlagen.

30 Jahre Fatwa gegen Salman Rushdie. 30 Jahre Einknicken vermeintlich Linker vor dem Fundamentalismus.

Seit 30 Jahren wird Salman Rushdie von Islamisten mit dem Tode bedroht. Mehrere Menschen wurden wegen seines Romans „Die satanischen Verse“ ermordet.
Dass er damals fast nicht auf Deutsch veröffentlicht worden wäre, ist erschreckend.
Doch später wurde das Einknicken vor Fundamentalisten fast zum Regelfall (die sogenannten „Mohammed-Karikaturen“ mochte 2005 in Deutschland schon kaum eine Zeitung abdrucken – im Namen einer „Toleranz“ vor der Barbarei religiöser Wahnsinniger) – bis zu weit verbreiteter Verharmlosung des barbarischen Gemetzels bei Charlie Hebdo – „die haben ja auch provoziert“.

70 Jahre Kampf der Religionen gegen die Menschenrechte

Vor 70 Jahren wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet, vor allem eine Reaktion auf die barbarischste Verachtung jeder Menschlichkeit, die es jemals gegegeben hat: den deutschen Nationalsozialismus.

Zum Glück werden die Menschenrechte heute selten offen in Frage gestellt. So weit könnten wir froh sein.
Es wird aber in weiten Teilen der Welt einfach ohne Begründung auf sie geschissen.

Wenn jemand offen gegen die Gültigkeit dieses Bisschens an Zivilisation, das sich die Menschheit zumutet, angeht, kann man heute sicher sein, dass ersie* dies unter religiöser Motivation tut.
Sharia vor Menschenrecht. Kultur vor Selbstverständlichem. ManmussdochaufdenGlaubenRücksichtnehmen vor Emanzipation. Lieber „antikoloniale“ Barbarei als ein Minimum an Freiheit. Frauenverachtung? Na, wenn die Bibel und Luther es fordern? Man muss das Weib ja nicht immer gleich totschlagen. Genitalverstümmelung? Irgendein Gott liked es sicher. Und wenn es als „Cutting“ bezeichnet wird, ist’s ja auch gleich ganz fluffig, Schulden-Cut z.B. is doch ’ne gute Sache.
Selbsternannte „Linke“ an der Seite von immerhin ehrlich reaktionär auftretenden Vollidioten.

Wir sagen lieber: L’chaim! Champagner! Vivent les droits de l‘être humain!

Gegen NS-Ideologie, für die Menschenwürde. Berliner Schulgesetz ernst nehmen.

Ziel muss die Heranbildung von Persönlichkeiten sein, welche fähig sind, der Ideologie des Nationalsozialismus und allen anderen zur Gewaltherrschaft strebenden politischen Lehren entschieden entgegenzutreten sowie das staatliche und gesellschaftliche Leben auf der Grundlage der Demokratie, des Friedens, der Freiheit, der Menschenwürde, der Gleichstellung der Geschlechter und im Einklang mit Natur und Umwelt zu gestalten.
aus §1 Berliner Schulgesetz

unser nächster laizistischer Stammtisch, u.a. hierzu, ist am 28.11. um 19Uhr, per Mail nach dem Ort fragen.

auch Mohammed muss beleidigt werden dürfen

Gut, dass gerade in Hessen die Todesstrafe abgeschafft wurde. Wer weiß, wann es der in Frankfurt erscheinenden titanic oder anderen denkenden Menschen, die sich der Sünde des Lachens schuldig machen, ergehen würde wie Asia Bibi in Pakistan.

Gleichzeitig eine gefährliche Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte:
https://hpd.de/artikel/paedophilen-und-kinderfickern-16114
Dabei scheint das Gericht sich aber darauf zu stützen, dass es in vielen europäischen Ländern, z.B. in Deutschland, eben Gesetze gegen „Gotteslästerung“ gibt. Die gehören endlich komplett abgeschafft.
Was im ach so katholischen Irland mit überwältigender Mehrheit in einem Volksentscheid möglich ist, sollte doch wohl überall gehen: endlich weg mit Extraschutz für religiöse Humorlose.

Todesstrafe wegen Blasphemie in Pakistan aufgehoben. Islamisten drehen durch.

https://www.tagesschau.de/ausland/asia-bibi-103.html

Auf deutsche Nazis, die mal kurz die Hetze gegen andere Asylsuchende einstellen, und eine Migrantin reinlassen wollen, weil sie als „christlich“ gilt, kann sie sich auf Dauer sicher nicht verlassen.
Aber leider erst recht nicht.auf deutsche „Linke“, die täglich von „Islamophobie“ faseln, und im Namen falsch verstandenen Antirassismus‘ immer mehr die Menschenrechte aufgeben.

8. Mai zum Feiertag machen. Luthertag stinkt zum Himmel.

Feiertage? Immer doch! Aber nicht für AntisemitInnen und Frauenverächter. Nein zum Luthertag.

etwas älter, leider ist der 8. Mai immer noch kein Feiertag, dafür ist heute der Luthertag zum ersten Mal neuer Feiertag in vier Ländern; genau die falsche Entwicklung zu immer mehr Pfaffentum im Lande und zum Lob von Antisemiten statt der Befreier von 45:

Berlin wird 2017 einen zusätzlichen Feiertag abhalten. Da freuen wir uns natürlich eigentlich, wer sagt schon was gegen einen schönen Tag auf der Faulen Haut.
Gefeiert werden soll aber ein frauenverachtender, antisemitischer Pfaffe namens Luther. Nein dazu!
Luther King statt Martin! Religiöse Feiertage abschaffen!
Macht endlich den Tag der Befreiung Europas von Nazideutschland, den 8. oder 9. Mai, zum Feiertag!

Wir freuen uns auf Eure Kommentare.

Scheeres: „Die AfD hat offenbar das Neutralitätsgebot nicht verstanden“

Wir haben den Eindruck, auch viele KollegInnen haben ein vermeintlich im Beutelsbacher Konsens verlangtes Neutralitätsgebot nicht verstanden. Bei rassistischen und den NS verharmlosenden, grundgesetzwidrigen Äußerungen von Parteien die Klappe zu halten, widerspricht sogar §1 des Schulgesetzes, wo eindeutig eine Erziehung gefordert wird, die aus dem größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte, dem Nationalsozialismus, gelernt hat.

Äußerungen von Sandra Scheeres bei https://www.news4teachers.de/2018/10/scheeres-die-afd-hat-offenbar-das-neutralitaetsgebot-nicht-verstanden/

Es ist absurd, „politische Neutralität“ als irgendwie gleichwertig zum eng begrenzten Verbot von religiösen Symbolen wie im Neutralitätsgesetz gefordert, zu setzen, so wie nicht nur die AfD das gerne tut.
Politische Ideen sind im Gegensatz zu religiösen nicht immun gegen Kritik. Gegen einen Satz wie „Mein Gott Schwubaldinu verbietet alles, was gufukinaderisch ist, deshalb musst Du jetzt diese schwarzen Schuhe tragen“ kann nach religiöser Logik nichts gesagt werden, er ist für alle, die nicht an Schwubaldinu glauben, schlicht sinnlos und darf sie auch zu nichts verpflichten. Sagt aber jemand „Es sollte ein Gesetz geben, das das Tragen von schwarzen Schuhen vorschreibt“, dann kann mensch darüber streiten, auch heftig, und Argumente austauschen.

taz feiert mal wieder Eso-Rassisten Steiner

Heute würde er sich wahrscheinlich bei Pegida wohlfühlen: Hass gegen die Vernunft, Obskurantismus und Verschwörungswahn, esoterisch verschwurbelter Rassismus, Fakes statt Fakten: Rudolf Steiner, der Guru des Waldorf-Unsinns.
In der taz am Wochenende 20./21.10. wurde er in einem Antroposophie-Werbe-Sonderteil mal wieder unkritisch gefeiert, man will ja die vielen AbonenntInnen aus der riesigen Esoszene nicht verschrecken. Dabei gab es auch schon deutlich krtitischere Artikel zum Thema bei der taz, z.B. diesen.

Solidarität statt Ausgrenzung – Für eine offene und freie Gesellschaft

Leider finden sich unter dem Aufruf einige, die mit einer Offenen Gesellschaft nicht viel am Hut haben, z.B. mehrere islamistische Verbände oder Kübra Gümüsay für den gepflegten antiemanzipatorischen Religionskitsch.
Trotzdem werden wir natürlich am 13.10. mit auf der Straße sein.

Unser nächster Laizistischer Treff ist wahrscheinlich am 7.11. – wie immer per Mail melden, um Ort und genaue uhrzeit zu erfahren oder selber vorschlagen.