klarer Sieg für Mexiko gegen Deutschland

So langsam kommen die nützlichen IdiotInnen und NationalistInnen mit ihren Flaggen wieder aus allen Löchern und auf dem 17. Juni sieht’s bald wieder aus wie beim Aufmarsch der AfD.
Wir bewerten hier die Spielpaarungen nicht nach der Sexyness der Spieler oder dem Schnitt der Trikots, sondern einzig und allein danach, wie die vertretenen Staaten es mit der Laizität, der Trennung von Staat und Religion halten.

Und da haben wir gleich heute einen wahrscheinlich für viele überraschenden Kracher zu bieten: Mexiko schlägt ganz klar Deutschland! Denkt da wer bei Mexiko gleich an strengen Katholizismus und Patriarchat? Ja, leider auch, aber der Staat ist klar von der Religion getrennt und das steht in der mexikanischen Verfassung. Während das deutsche Grundgesetz in seiner Präambel von Gott noch vor dem Menschen spricht.
Hier die anderen heutigen Paarungen:
Costa Rica – Serbien 4:0 Im Jugoslawienkrieg metzelten sich NachbarInnen, die vorher friedlich zusamemmengelebt haben, im Namen von Religionen und Nationen gegenseitig ab, auch in Serbien. Katholizismus ist zwar Staatsreligion in Costa Rica, aber es gab dort nix dergleichen. Also auch hier ein recht klares Ergebnis.
Brasilien – Schweiz 3:2 Brasilianische Spieler nerven mit Bekreuzigung nach Toren, aber wir bewerten ja hier das staatliche Handleln – Bei der Schweiz ziehen wir ein Tor ab wegen des rassistisch motivierten „Minarettverbots“ – solange Kirchen an jeder Ecke bimmeln, kann mensch schwerlich gegen Minarette sein, wir hätten aber nix dagegen, alle Kirchen und Moscheen in Clubs umzubauen, die Türme sind toll als Aussichtstürme zu gebrauchen.
Mexiko – Deutschland 5:0 siehe oben
Und morgen, 18.6.:
Schweden – Südkorea 1:2 Auch Korea hat den Laizismus in der Verfassung verankert. Schweden hatte bis 2000 eine Staatskirche, jetzt nicht mehr.
Belgien – Panama 3:1 Belgien war das zweite Land weltweit, dass die Ehe für alle einführte und damit zeigte, dass nicht die Katholische Kirche über das öffentliche Leben zu entscheiden hat.
Tunesien – England 6:6 sorry, TunesierInnen, Ihr habt mutig die damals arabischer Frühling genannte Bewegung angestoßen und viel für den Kampf gegen den Islamismus getan. Während das Vereinigte Königreich noch immer eine Staatskirche hat. Gibt dann aber doch ein unentschieden, weil England halt kein Staat ist. Und könnt Ihr Briten bitte mal wieder was in punkto Dresdener Frauenkirche unternehmen?


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acht × = sechsundfünzig